Archiv der Kategorie: Naturwissenschaft

Atombombe gegen Esoterik

Oft wird die Atombome von Esoterikern und Pseudowissenschaftlern als Argument benutzt, um die Wissenschaft zu diskreditieren. Ich freue mich immer wenn so etwas kommt. Denn es ist nämlich ein Argument für die Wissenschaft.

 

Denn was ist der Unterschied zwischen einer Atombombe und esoterischen und/oder pseudowissenschaftlichen Methoden und Erfindungen?

Die Atombombe funktioniert wie vorgesehen, Esoterik und Pseudowissenschaften nicht.

5000 Wahrnehmer

Wow, Leute wow! Über 5000 Besucher. Ihr seid großartig. Und das obwohl ich in letzter Zeit nicht viel geschrieben habe. Am liebsten würde ich euch etwas schenken.

Vielleicht mögt ihr ja einen kleinen Trick von mir erfahren, wie ihr euer Gehirn austricksen könnt. Dies ist ziemlich einfach. Nehmt dabei eine eurer 10.000 Hände und legt dabei euren Mittelfinger über euren Zeigefinger. Versucht dabei euren Mittelfinger selbstständig möglichst weit über euren Zeigefinger zu legen. Er kann dabei ruhig abknicken. Die nun dabei entstandene Scharte reibt ihr jetzt langsam über eure Nase. Und voila, ihr habt nun auch 10.000 Nasen. Da euer Mitelfinger normalerweise neben eurem Zeigefinger liegt, denkt euer Gehirn, wenn ihr gleichzeitig etwas an den Seiten Richtung Ringfinger spürt, dass es sich um zwei Gegenstände handeln muss.

Wiederholt das jetzt mit mit irgend einer beliebigen Kante, aber seht dabei hin. Jetzt kann es sein, dass ihr nur noch eine Kante spürt. Macht die Augen wieder zu und es sind zwei Kanten. Das liegt daran, dass bei den meisten Menschen die visuelle Wahrnehmung (sehen) dem Tastsinn übergeordnet ist.1 Wenn es bei euch nicht so ist, ist das aber nicht so schlimm.

Auf jeden Fall zeigt dieser Trick, dass man selbst seinen eigenen Sinnen nicht unbedingt trauen kann und man objektive Methoden zur Bestimmung der Realität braucht. Und diese bietet die Wissenschaft. Sie schafft es zwar nicht vollständig subjektive Wahrnehmungen auszuschließen, aber sie gibt uns derzeit die beste Möglichkeit, um diese zu minimieren. Ein sehr gutes Experiment, was nahezu die komplette subjektive Wahrnehmung ausschließt und somit einen hohen Stellenwert zur Verifizierung (zusammen mit der Falsifizierung bildet dies die Grundlage der Wissenschaftstheorie) von Hypothesen besitzt, ist die Doppelblindstudie. Natürlich gibt es noch viele andere Studienmöglichkeiten und Experimente, aber dabei ist die Höhe der subjektiven Erfahrung und Wahrnehmung zu beachten. Je höher dieser Anteil ist, desto schlechter ist die Möglichkeit, etwas zu verifizieren.

Wenn ihr also mal wieder in der Werbung eine Gesichtscreme seht, die von 93% der Frauen empfohlen wird, dann könnt ihr euch vorstellen wie objektiv toll diese Creme ist (nämlich gar nicht objektiv).

Noch einmal danke an die ganzen Besucher.

 

 

Quellen:

1. Die Hierarchie der Sinne, Ilka Lehnen-Beyel, 04.02.2004, http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/237515.html (Abgerufen am 18.07.2012)

 

Mit Quellenangabe

Vom Impfen und Babysärgen

Immer wieder gibt es kleinere oder größere Epidemien von Krankheiten, die eigentlich schon längst ausgerottet sein könnten. So wollte die WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Masern bis 2010 ausgerottet haben.1 Dies hat leider nicht funktioniert, obwohl eine gut verträgliche und kostengünstige Impfung vorhanden ist.2 Leider gibt es Leute, die meinen, dass Impfungen jeder Art schädlich sind und ihre Kinder und sich selbst nicht impfen. So kommt es vor allem unter der Gruppe der Nicht-Impfer immer wieder zu schweren Ausbrüchen.3 4 5

Jetzt könnte man meinen, dass es ja nicht so schlimm sei und jeder für sich sebst und seine Kinder selbst verantworten muss, ob man sich impft oder nicht. Wenn diese Personen dann krank werden, haben sie selber Schuld. Aber so einfach ist das nicht. Sie gefährden sich nämlich nicht nur selber, sondern auch Leute (vor allem Kinder), die nicht geimpft werden können, weil sie zu jung sind, eine Imunkrankheithaben, etc.. Diese werden normalerweise durch die Herdenimmunität geschützt. Je weniger Leute geimpft sind, desto geringer ist die Herdenimmunität. Unterschreitet sie einen gewissen Wert, den sog. kritischen Impfanteil, sind die Ungeimften Personen nicht mehr geschützt und es können sich wieder Epidimien ausbreiten. Wer sich also nicht impft ist nicht nur für sich, sondern auch für andere eine Gefahr.

Diese Impfgegner sind aber leider oft so eingestellt wie Esoteriker, Kreationisten, Pseudowissenschaftler und andere Schwurbler. Sie besitzen Imunisierungsstrategien (gegen rationale Argumente und wissenschaflichen Studien, nicht gegen die Krankheiten) z.B, derVerschwörungshypothese, dass die (mal wieder böse) Pharmaindustrie mit Impfungen nur Geld verdienen wollen und die Menschen dadurch krank machen oder durch Angst Geld macht.6

 

All diejenigen, die das wirklich glauben, empfehle ich diese schöne Szene aus der Serie „Dr. House“:

http://www.clipfish.de/video/1096133/dr-house-praxisdienst-teil-2-fortsetzung/

Schöne Babysärge!

 

 

Quellen:

1. Eliminierung von Masern und Röteln und Prävention der kongenitalen Rötelninfektion, Strategie der Europäischen Region der WHO 2005–2010; Weltgesundheitsorganisation Regionalbüro für Europa, 2005: http://www.euro.who.int/de/what-we-do/health-topics/communicable-diseases/measles-and-rubella/publications/pre-2009/eliminating-measles-and-rubella-and-preventing-congenital-rubella-infection.-who-european-region-strategic-plan,-2005-2010 (Abgerufen am 11.05.2012)

2. Measles, Fact sheet N°286, April 2012; http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs286/en/index.html (Abgerufen am 11.05.2012)

3. Epidemie grassiert im Ruhrgebiet, 21.03.2006; http://www.focus.de/gesundheit/news/masern_aid_106453.html (Abgerufen am 11.05.2012)

4. Behörden warnen vor möglicher Masern-Eidemie, 03.01.2011;  http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Behoerden-warnen-vor-moeglicher-Masern-Epidemie-id9198221.html (Abgerufen am 11.05.2012)

5. Masern unter Ungeimpften; http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2011/07/13/masernepidemie-unter-ungeimpften.html (Abgerufen am 11.05.2012)

6. http://www.wahrheiten.org/blog/impf-luege/ (Abgerufen am 11.05.2012)

 

 

Weitere Informationen:

http://www.test.de/Teil-1-Serie-Impfen-Impfungen-fuer-Kinder-Dieser-Impfschutz-ist-sinnvoll-4335096-4335746/

http://www.test.de/Teil-2-Serie-Impfen-Reiseimpfungen-Das-Risiko-reist-mit-4368435-4368437/

http://de.wikipedia.org/wiki/Masern

http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/01087/index.html?lang=de

Schon wieder Trauer

Traurig, traurig. Es werden nicht nur Felder mit genetisch veränderten Pflanzen , die privaten Unternehmen gehören zerstört, sondern auch von öffentlichen Forschungseinrichtungen. So haben jetzt die Ökoterroristen die besorgten Leute von Take The Flour Back angekündigt ein Feld zu zerstören.1

Das Agrarforschungsinstitut Rothamsted Research hat jetzt ein Video veröffentlicht in dem die Wissenschaftler die Leute von Take The Flour Back bitten ihre Forschung machen zu dürfen und ihre Experimente nicht zu zerstören.

Bitte unterstützt die Forscher indem ihr dieses Video verbreitet:

Ich möchte hier gar nicht die ganzen irrationalen Ängste der Gentechnikgegner diskutieren. Es gibt viele Biologen, die dies besser können und würde wohl weitaus mehr als einen Artikel beanspruchen (vllt. mache ich ja mal einen Artikel darüber, wenn ich mehr Zeit und Lust dazu habe).

Da ich aber reichlich Ahnung von Wirtschaft habe, möchte ich das folgende Argument bringen:

Oft wird von Gentechnikgegnern das Schattenmonster Monsato und die Patente als Grund für die Ablehnung genannt. Dass durch die Feldzerstörung oder solche komischen Anträge von den Grünen wie „Sachsen Anhalt. Gentechnikfrei!“ 2 die Oligopolstellungen von Monsato, BASF und Co gefördert werden, scheinen die Gentechnikgegnern nicht zu verstehen. Denn wenn man das Geld für die öffentlichen Forschung streicht und Felder zerstört, können es sich nur noch große Unternehmen leisten dies zu machen. So werden kleine Unternehmen und die Kontrolle durch die öffentliche Hand geschwächt.

Ich will hier nicht Monsato und Co einen schwarzen Peter zuschieben. Ich bin dafür, dass Unternehmen wie auch z.B. Pharmakonzerne forschen und ihre Produkte so schützen dürfen, so dass sich die investierten Forschungskosten auch im nach hinein lohnen. Aber ich bin gegen die künstliche Schaffung von Mono- und Oligopolen, die durch solche Aktionen entstehen.

 

Dazu einen Artikel vom Spiegel:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-55508008.html

Einen schönen Artikel hat auch Florian Freistetter geschrieben.

http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/05/zerstort-die-forschung-nicht-wissenschaftler-apellieren-an-gentechnikgegner.php

 

 

Quellen:

1. Stop the open-air release of GM Wheat that contains genes ‚most similar to a cow‘ http://taketheflourback.org/ (Abgerufen am 03.05.2012)

2. Sachsen Anhalt. Gentechnikfrei!; http://gruene-fraktion-sachsen-anhalt.de/im-parlament/antraege/volltext-antraege/article/sachsen_anhalt_gentechnikfrei/ (Abgerufen am 30.05.2012)

3. Kreislauf der Angst, Christian Schwägerl ; Der Spiegel: Die Erotik der Macht (21.01.2008)

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-55508008.html (Abgerufen am 03.05.2012)

 

Mit Quellenangabe

Eigene Meinung

 

Weitere Informationen zur Gentechnik:

http://www.transgen.de/home/

https://naturundwirtschaft.wordpress.com/2012/01/31/nach-der-wut-die-trauer-zu-%E2%80%9Eich-habe-es-euch-doch-gesagt/

https://naturundwirtschaft.wordpress.com/2012/01/19/wutausbruch/

Veganismus (Kein Welpenschutz)

Ich hatte jetzt eine kleine Diskussion mit einer 14 jährigen Veganerin. Veganismus hat sich leider auch schon bei einigen Veganern (geändert 06.05.2012) zu einer Form von Glauben entwickelt und es werden viele Fehlinformationen gestreut.

Ich weiß, dass es ein wenig unfair erscheinen mag, wenn ich mit einer wissenschaftlichen Ausbildung mich mit einem kleinen Mädchen anlege, aber sie hat ja auch ein paar Bekehrungsversuche gestartet wie hier z.B. : http://www.antiveganforum.com/forum/viewtopic.php?f=4&t=5044 (siehe Beiträge von Kirsche)

(Welpenschutz gibt es bei mir nicht)

Ich poste nur meinen letzten Kommentar, da dieser in ihrem Blog gelöscht wurde (was natürlich ihr gutes Recht ist). Alles andere könnt ihr hier, hier und hier nachlesen.

Kommentar (doublemoth vom 01.05.2012 auf  http://little-vegan-world.blogspot.de/2012/04/what-world-is-this.html):

Du schreibst: „Ich unterschätze die Menschen keinesfalls. Mit dem, dass jemand es nicht realisiert was Wurst ist, meine ich nicht, dass man es nicht weiß, sondern dass es als Nahrungsmittel gesehen wird und nicht als das, was es ist.“
http://www.gbe-bund.de/gbe10/ergebnisse.prc_tab?fid=8731&suchstring=&query_id=&sprache=D&fund_typ=DEF&methode=&vt=&verwandte=1&page_ret=0&seite=1&p_sprachkz=D&p_uid=gast&p_lfd_nr=212&p_news=&p_aid=3045&hlp_nr=1&p_janein=J
(Aufgerufen am 01.05.2012)
Soviel dazu, dass ANDERE nicht verstehen!

Du schreibst: „Dass der Mensch ein Omnivore ist, stimmt so nicht. Im Gegensatz zu Omnivoren kann er Cholesterin weniger gut aufnehmen und verwerten.
Rotes Fleisch verkürzt die Lebenszeit eines Menschen. Antibiotikarestistente Keime, Cholesterin, überschüssiges Eiweiß und zu viel Fett machen ihn krank. Ja klar, man kann sich auch mit Fleisch gesund erhähren, dann darf man es aber höchstens ein mal in 14 Tagen konsumieren. Aber es ist unnötig!
Alleine die Tatsache, dass man in der Schwangerschaft keine rohen tierischen Produkte essen darf, bestätigt das.
Und ich sag dir’s jetzt einfach: Deine Anschuldigungen machen mich so wütend! Ich verurteile NIEMANDEN, weil er/sie Fleisch isst, nein, ich kritisiere es und das hat nichts damit zutun, dass ich finde, dass es jemanden schlecht macht oder ähnliches.“

Kannst du mir bitte dazu die peer reviewte wissenschaftliche Studie geben. Und ich schreibe extra „peer reveiwt“, damit nicht mit so komischen Pseudostudien von Veganern und Tierrechtlern kommst. Ein Großteil was du da nämlich schreibst ist leider absoluter Blödsinn und tritt nur bei übermäßigem Fleischkonsum auf.

Ein Ergebnis einer solchen Studie findest du übrigens hier:
http://www.thieme.de/viamedici/aktuelles/wissenschaft_archiv1/36_vegetarier.html (Aufgerufen am 01.05.2012)
http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/dkfz_pm_05_26.php (Studie ist unten angegeben) (Aufgerufen am 01.05.2012)

Auch das mit einmal alle 14 Tage ist wissenschaftlich absoluter Blödsinn. Kannst ja gerne mal einen Arzt Fragen. 3 mal die Woche Fleischkonsum ist vollkommen in Ordnung (oder einfach die Studie lesen).

Des Weiteren hilft Fleisch auch beim Aufbau von Muskeln.

Resistente Keime sehe ich auch für gefährlich an, was aber mit dem richtigen Umgang mit Antibiotika geregelt werden kann.

Das der Mensch kein Omnivore sein soll, kannst du ja gerne mal einen Biologen sagen. Der wird dich auslachen. Schau dir unsere Zähne, Enzyme und Magen-Darm-Trakt an. Hier eine kleine Definition: http://de.wikipedia.org/wiki/Allesfresser (siehe auch Matthias Schaefer: Wörterbuch der Ökologie. 4. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2003. ISBN 3-8274-0167-4, S. 248)

Ach ja, Veganer leben übrigens überhaupt nicht so Gesund. Kannst du gerne in dieser peer reviwten Studie nachlesen.
(http://www.nature.com/ejcn/index.html Aufgerufen am 01.05.2012)
„Dabei zeigte sich, dass bei den 154 erfassten Veganern die Zufuhr von Calcium, Vitamin B12 und Jod unter den offiziellen Ernährungsempfehlungen lag. Die Autoren der Studien empfehlen deshalb Veganern eine Nahrungsergänzung mit den Vitaminen B2, B12 sowie Calcium und Jod. Außerdem wurde eine bessere Energie- und Eiweißversorgung angeraten.“ ( http://www.vegetarisch-geniessen.com/0402/artikel/veganjaaber/index.html, Aufgerufen am 01.05.2012)

Willkommen in der Welt der Wissenschaft! Veganismus hat sich mittlerweile zu einer Religion entwickelt. Es wäre nicht schlecht, wenn du dich mit der Realität befasst. Ich weiß, dass man mit 14 Jahren noch ein bisschen jung ist für Wissenschaft und das Glaubenssysteme wie der Veganismus sehr reizvoll sein können.

 

Ende

Der letzte Teil meines Kommentars konnte ich leider nicht mehr retten!

PS: Ich frage mich gerade, ob ich nicht ein wenig zu hart mit ihr umgegangen bin. Bitte schreibt mir in den Comments, ob ich zu hart war.

Scheinkorrelation

Scheinkorrelationen sind zwei oder mehrere dynamische  Zustände, die dem Anschein nach in einem Ursache-Wirkungszusammenhang stehen, dies aber nicht sind. Scheinkorrelationen können auf Zufall oder durch einen indirekten Zusammenhang beruhen. Ein indirekter Zusammenhang ist zum Beispiel in der Scheinkorrelation Körpergröße und Wortschatz zu sehen. Dabei zeigt statistisch, dass je größer ein Mensch ist, desto größer ist der Wortschatz, den er besitzt. Dass dies nur stimmt, weil Kinder einen geringeren Wortschatz besitzen und kleiner sind als Erwachsene, ist in diesem Beispiel natürlich klar. Aber es zeigt auch wie wichtig es ist vernünftige Forschung mit vernünftiger Statistik zu betreiben. Das fängt schon an mit der Grundgesamtheit. Hier ist es wichtig Menschen nicht nur nach einer Variable wie hier der Größe zu trennen, sondern auch nach Alter. Bei anderen Studien ist es vllt. wichtig nach Geschlecht zu trennen oder nach Einkommen, Herkunft, Bildungsstand, Augenfarbe, etc.. Bzw. als Leser einer solchen Studie, sollte man wissen, nach welchen Variablen die Gruppen eingeteilt wurden. Studien, die nur nach einem Zusammenhang suchen, sind oft nicht seriös oder wissenschaftliche zumindest fragwürdig. Das heißt nicht, dass auch seriöse Wissenschaft auf Scheinkorrelationen hereinfallen kann. Es ist nämlich unmöglich alle Variablen zu untersuchen, denn dann müsste man jedes einzelne Individuum betrachten. Dadurch wäre aber wiederum eine statistische Aussage nur noch sehr schwer zu treffen, da die Grundgesamtheit zu klein ist und der Zufall einen zu großen Einfluss hat.

Einen solchen Zufall, der aber nicht Aufgrund von Trennung der Gruppen nach variablen entstanden ist, ist hier nachzulesen:

http://www.gmx.net/themen/wissen/mensch/429207y-studie-walisischem-rugby-sieg-papst-tod

Es wurde nämlich festgestellt, dass die walisischen Rugbyspieler Schuld an den toden der Päbste haben.

Auch das Thema Scheinkorrelationen sollte meiner Meinung nach in einer statistischen Grundausbildung in der Schule gelehrt werden.

 

Weitere Informationen:

https://naturundwirtschaft.wordpress.com/2012/01/11/und-darum-statistik/

https://naturundwirtschaft.wordpress.com/2011/11/24/statistik/

 

Eigene Meinung

So richtig klein, …ääh groß oder…?

Viele Menschen, wenn nicht sogar alle, ich eingeschlossen, haben Probleme mit großen Zahlen. Einige mehr und andere weniger. So empfinden viele Leute ein Millionenbetrag, der an der Börse verspeckuliert wird für sehr viel Geld. Im Vergleich aber zum Umsatz an den Börsen ist das ein Klacks. Einen schönen Beitrag über große Zahlen hat Stefan Oldenburg in seinem Blog geschrieben:

http://www.scilogs.de/kosmo/blog/clear-skies/grundsatzliches/2010-09-24/gro-e-zahlen-und-die-hre

Wenn man mit Emotionen an die Sache wie z.B. die Schuldenkrise mit ihren Milliarden an Verlusten oder der Hilfe für Griechenland rangeht, hat man schon gegen die großen Zahlen verloren. Dann ist eine objektive Einschätzung der Problematik nicht mehr möglich.

Aber nicht nur beim Geld gibt es diese großen Zahlen auch unser Universum bietet gigantische Ausmaße. Das Gleiche gilt auch für ganz kleine Zahlen. Wie groß ist eine Zelle, wie groß ein Molekül, ein Atom, ein Boson?

Damit ihr euch große und kleine Zahlen besser vorstellen könnt, gibt es eine wunderbare Darstellung von den ganz großen und ganz kleinen Dingen im Universum:

http://htwins.net/scale2/

Das erste mal hatte ich Ehrfurcht beim Betrachten dieser Größen. Deswegen habe ich es mir mehrmals angeschaut, denn wie gesagt: „Wer mit Gefühlen an große Zahlen rangeht, hat schon verloren.“

 

Eigene Meinung

 

 

Schneller als Licht, doch nicht?

Im September 2011 gab es die Nachricht von einem angeblich überlichtschnellen Teilchen in Cern.1 Dies hätte die allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein verletzt und wäre eine wissenschaftliche Sensation gewesen. Schon damals riefen viele Forscher zur Ruhe und Besonnenheit auf und die Cern-Wissenschaftler veröffentlichten die Daten nur, damit andere Wissenschaftler diese auf Fehler untersuchen konnten.2 Denn so funktioniert gute Wissenschaft.

So ein Fehler wurde jetzt entdeckt. Ein Kabel, der ein externes GPS mit der Kontrolluhr des Experiments verbindet, war anscheinend defekt.3 4 Das heißt natürlich nicht, dass die Neutrinos nicht doch Überlichtschnell waren. Jedoch scheint das defekte Kabel einewahrscheinlichere Erklärung zu liefern.

Im Oktober letzen Jahres gab es übrigens auch schon einen Einwand gegen die überlichtschnellen Neutrinos. So schrieb Eugenie Samuel Reich auf Spektrum.de:

„Die OPERA-Forscher stoppten die Neutrinozeiten mit Uhren an beiden Standorten, die mit Hilfe von GPS-Signalen von einem einzigen Satelliten synchronisiert wurden. Contaldi behauptet nun jedoch in seiner Publikation, dass die OPERA-Gruppe einen Aspekt von Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie nicht ins Kalkül gezogen hätte: den schwachen Unterschied der Gravitationskraft zwischen beiden Orten. Er sorge dafür, dass beide Uhren unterschiedlich schnell tickten, so Contaldi. „5

Das Paper dazu findet ihr hier: http://arxiv.org/abs/1109.6160

Aber das defekte Kabel scheint doch eine bessere Erklärung zu sein.

Quellen:

1. Neutrinos schneller als das Licht – Einstein widerlegt? (23.09.2012)   http://www.heise.de/ct/meldung/Neutrinos-schneller-als-das-Licht-Einstein-widerlegt-update-1349263.html (abgerufen am 23.02.2012)

2. Physiker rätseln über rasende Teilchen (23.09.2012)  http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,787972,00.html (abgerufen am 23.02.2012)

3. Cern-Experiment fehlerhaft: Stimmt Einsteins Relativitätstheorie doch? (23.02.2012)  http://www.focus.de/wissen/wissenschafts-meldungen/cern-experiment-fehlerhaft-stimmt-einsteins-relativitaetstheorie-doch_aid_717007.html (abgerufen am 23.02.2012)

4. Neutrino, Cern und ein kaputtes Kabel ( 23.02.2012) http://blog.esowatch.com/?p=6908 (abgerufen am 23.02.2012)

5. Eugenie Samuel Reich, 06.10.2011: Uhrenfehler auf der Neutrinobahn?  http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1124904&_z=798888 (abgerufen am 23.02.2012)

Mit Quellenangebe

Eigene Meinung

Nach der Wut die Trauer zu „Ich habe es euch doch gesagt“

Wie der geneigte Blogleser mittlerweile wissen sollte, bin ich positiv gegenüber der grünen Gentechnik eingestellt. Das heißt nicht, dass ich die Probleme wie das unfaire Patentverfahren oder die Produktion von möglichen giftigen Proteinen durch die neu eingepflanzten Gene nicht sehe. Das Patentverfahren hat aber wenig mit der Technologie selber zu tun und die möglichen Gifte lassen sich viel besser Kontrollieren als z.B. in der Züchtung, da gezielt die Gene verändert und die Endprodukt getestet werden können. Ist ja nicht so, dass man ein wenig im Genom einer Pflanze rumschnibbelt und diese gleich großflächig aussäht, ohne zu testen. Wenn ich überhaupt ein Problem sehe, dann das die Biodiversität (Verschiedenheit) ein wenig verloren gehen kann. Vielleicht kann ich ja die Angst vor der Gentechnologie durch eine neu veröffentlichte Studie verringern:

Heute veröffentlichte nämlich die Uni Würzburg die Ergebnisse einer Studie bei der Bienenlarven mit gentechnisch veränderten Pollen in ihrer Nahrung gefüttert wurden. Und wer hätte es gedacht (Ich!): Sie zeigten keine Unterschiede zu den mit „normalen“ Maispollen gefütterten  Larven. Bei der gentechnisch veränderten Maissorte handelte es sich um MON810 (wie man schon am Namen erkennen kann, handelt es sich hierbei um eine Sorte von Monsato). Dabei produziert die Pflanze Proteine (Bt-Toxin), die giftig für den Maiszünsler (Schmetterling) sind, der als Schädling betrachtet wird. Diese Proteine scheinen keinen Einfluss auf die Larven der Bienen zu haben.1

MON810 wurde 2009 verboten, weil angeblich Studien aus Luxemburg und dem Bundesamts für Naturschutz Risiken für Schmetterlinge; Marienkäfer und Wasserorganismen sahen. 2 3 Ich selber habe nur eine Studie mit Ratten gefunden, bei der es angeblich zu Immunreaktionen (das kann alles heißen, vermutlich eine allergische Reaktion) gekommen ist, die MON810 einen negativen Effekt zuschreibt.4 Eine andere Studie mit Milchkühen zeigen dann wieder die Unbedenklichkeit.5

Naja, ich hoffe ja, dass durch die neue Studie mit den Bienenlarven ein wenig die Angst vor genveränderten Nahrungsmittel verschwindet. Wobei ich schon jetzt die Verschwörungshypothesen von den Gentechnikgegnern vor meinem geistigen Auge sehe, dass die Studie doch so wie so von Monsato gekauft ist. Ist halt scheiße, wenn etwas nicht in sein Weltbild passt und die selektive Wahrnehmung die Objektivität verdeckt.

 

Quellen:

1. http://www.presse.uni-wuerzburg.de/pressemitteilungen/single/artikel/transgener/
(abgerufen am 31.01.2012)

2. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,618850,00.html
(abgerufen am 31.01.2012)

3. http://www.geo.de/GEO/natur/60364.html
(abgerufen am 31.01.2012)
4. Immunotoxicological studies of genetically modified rice expressing PHA-E lectin or Bt toxin in Wistar rats; Kroghsbo et al. 2008, Elsevir

5. http://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/news_article.2009-03-24.9649135851
(abgerufen am 31.01.2012)

 

Mit Quellenbeleg

Eigene Meinung

 

PS:
Bitte schafft euch die Studie von Kroghsbo nicht an. Zumindest nicht von Elsevir. Warum? Das könnt ihr hier lesen:
http://www.scienceblogs.de/mathlog/2012/01/wissenschaftler-aller-lander-vereinigt-euch.php

Wissenschaftliches Spielen 1:

Ich habe mal ein paar Spiele bzw. Simulationsprogramme angeschaut bei denen man Prinzipien in der Natur nachvollziehen kann. Heute stelle ich euch eines davon vor:

Das erste Programm heißt GenePool. Es handelt sich dabei um ein Programm in dem evolutionäre Mechanismen eine Rolle spielen. Wenn man das Programm startet sieht man ein Bild mit grünen Punkten (Nahrung) und kleinen beweglichen Teilen (Swimbots). Je nach Einstellungen breitet sich die Nahrung langsamer oder schneller aus. Die Swimbots können diese Nahrung fressen und sich untereinander fortpflanzen. Dabei entstehen sowohl Kombinationen aus den verschiedenen Swimbot Eltern als auch durch simulierte Mutation neue phänotypische Ausprägungen, also ein verändertes Erscheinungsbild. Die Veränderungen beeinflussen nur das Aussehen und die Bewegung. Die Nahrung bleibt immer die Gleiche und auch andere Ausprägungen wie z.B. Waffen zum angreifen anderer Swimbots oder größere Münder sind nicht enthalten. Ihr könnt aber die sexuelle Ausrichtung (Parameter) eurer Swimbots einstellen, also ob sie z.B. auf Farben oder Größe ihrer Partner zum Fortpflanzen stehen.

Langfristig wird sich eine oder etwas selter auch mehrere Populationen bilden, die sich ihrer ökologischen Nische angepasst haben. So haben z.B. Individuen die sich schnell bewegen können einen Vorteil, wenn sich die Nahrung schnell regeneriert. Dies liegt daran, dass sie schneller Nahrung aufnehmen können und dadurch mehr Chancen haben länger zu überleben und sich fortzupflanzen. Wenn sich die Nahrung aber nur langsam regeneriert wird eine schnelle Population langfristig aussterben, da es keine Nahrung mehr gibt. Es sei denn sie migrieren in einen anderen Bereich des Pools in dem noch Nahrung existiert und verdrängen die dortige Population.

Wenn man die verschiedenen Parameter nicht verändert wird sich vermutlich ein Gleichgewicht zwischen Swimbots und der Nahrung einstellen und die Swimbots werden sich nicht mehr groß verändern, da sie ihre ökologische Nische voll ausgefüllt haben. Wenn man dann die Parameter stark verändert oder per Hand Mutationen (durch Drag and Drop) bevorzugt werden sich Veränderungen im Phänotyp wieder durchsetzen können. (so kann man z.B. Katastrophen simulieren).

Einfach mal selber ausprobieren:

http://www.swimbots.com/