Reichtum in 200 Jahren


Ich habe heute ein kleines Interview im „Schweizer Monat“ mit Deirdre McCloskey gelesen. In diesem Interview geht es darum, wie das Einkommen in den letzten 200 Jahren im Vergleich zu der vorherigen Zeit stark gestiegen ist. Sie kommt zu dem Schluss, dass der freie Markt, der Kapitalismus und die Ideen und Einstellungen von einigen Leuten daran großen Einfluss haben. Ich kann das nur unterstützen. Auch ich bin der Meinung das die freie Marktwirtschaft, der Kapitalismus und die Ideen der Menschen zu mehr Wohlstand führen. Kritiker, vor allem aus dem politisch linkem Lager, kritisieren den Kapitalismus und Unterstellen eine ungerechte Verteilung, Egoismus, sogar Kriminalität und sagen ihn Tod.1 Witzig finde ich, dass dies schon Seit über 100 Jahren geschieht2 und anstelle der heraufbeschworenen Katastrophen, es uns immer besser ging. Natürlich gibt es Krisen, dies liegt aber in der Natur des Menschen, da er kein Homo Oeconomicus ist und somit Investitionsentscheidungen nicht immer realistisch und logisch bewertet. So wird dann oft in Blasen investiert, bei denen kein wirklicher Wert hintersteht. Merken es die Leute endlich, platzt die Blase. Solche Fehlinvestitionen gab es immer wieder.3 So auch 1929 oder 2007. Aber das wichtige ist, dass es uns mittelfristig nach einer Krise immer besser ging. Sind 1929 viele Leute noch vor Hunger in den USA und Europa gestorben,4 weil sie Haus und Hof verloren haben, gibt es soetwas 2007 fast gar nicht. In wenigen Jahren haben wir uns aus der Krise erholt und es wird uns noch besser gehen als vor der Krise. Es sei denn es wird der Fehler gemacht und der Sozialismus oder Kommunismus wird wieder belebt.

Dieser ist zwar schon diverse male in unterschiedlichen Ländern untergegangen und hat fast immer zu Armut geführt5, trotzdem halten viele an der Idee fest, dass alle ihr ganzes Vermögen in einen Topf schmeißen sollen und es dann gerecht verteilt wird. Dies funktioniert aber nicht, da ein solches „in einen Topf werfen“ grundsätzlich zur Planwirtschaft führt und Planwirtschaft kann nicht funktionieren, genau weil der Mensch nämlich kein Homo Oeconomicus ist. In der freien Marktwirtschaft gibt es viele kleine Fehlinvestitionen, die machen der Wirtschaft aber erst einmal nicht so viel aus. Erst wenn diese sich akkumulieren, entsteht eine Blase. In der Planwirtschaft entscheiden wenige, gewählte oder nicht gewählte Leute darüber was produziert werden soll. Daraus folgte dann z.B. in der DDR, dass man mehrere Jahre auf seinen Trabi6 warten musste. Es ist einfach nicht möglich ein hochkomplexes dynamisches System wie den Markt vorher zu sagen und zu steuern (siehe auch Chaostheorie), da sich Bedürfnisse und Voraussetzungen regelmäßig ändern. So kann eine Planwirtschaft im Gegensatz zum freien Markt nur verspätet und oft zu spät auf die Änderungen reagieren.

Da aus Kommunismus und Sozialismus zwingend die Planwirtschaft folgt, sind dies die denkbar schlechtesten Systeme.

Aber ich schweife ab. Lest euch das Interview einmal durch:

http://www.schweizermonat.ch/artikel/eine-frage-der-ehre

Natürlich stimme ich nicht vollkommen überein. Da ist z.B. ihre Hypothese mit der genetischen Vielfalt der Afrikaner, die bei größerem Wohlstand und ihrer genetischen Variabilität ein Vielfaches an Ideen produzieren werden. Hierzu gibt keine mir bekannten Untersuchungen, Experimente oder Beobachtungen (im Gegensatz zum Kapitalismus und Sozialismus), weswegen dies auch nur als Hypothese anzusehen ist.

 

Quellen:

1.Joachim Hirsch: Weltwirtschaftskrise 2.0 oder der Zusammenbruch des neoliberalen Finanzkapitalismus, http://www.links-netz.de/K_texte/K_hirsch_finanzkrise.html (abgerufen am 20.03.2012)

2. http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx (abgerufen am 20.03.2012)

3. https://naturundwirtschaft.wordpress.com/2011/11/03/unser-wirtschaftssystem-funktioniert/

4. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46265081.html

5. Systemwechsel in Osteuropa K Von Beyme – 1994 – ulb.tu-darmstadt.de

6. André Melzer, 29.01.2009:Wenn man Jahre auf den Trabant warten muss,  http://www.welt.de/deutsche-dinge/article3114615/Wenn-man-Jahre-auf-den-Trabant-warten-muss.html (abgerufen am 20.03.2012)

 

Mit Quellenangabe

Eigene Meinung

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Über naturundwirtschaft

Religiöse Einstellung: Atheist; Politische Einstellung: Rechtsliberal; Philosophische Einstellung: Naturalist und Skeptiker; Beruf: Kampagnenmanager; Ausbildung: Wirtschaftsingenieur (M.Sc.) Interessen: Evolutionsbiologie, Sport, Empirische Wissenschaften (allgemein), ESports, Romane schreiben

Veröffentlicht am März 20, 2012 in Wirtschaft und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Aus dem Stein der Weisen macht ein Dummer Schotter.

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