So richtig klein, …ääh groß oder…?


Viele Menschen, wenn nicht sogar alle, ich eingeschlossen, haben Probleme mit großen Zahlen. Einige mehr und andere weniger. So empfinden viele Leute ein Millionenbetrag, der an der Börse verspeckuliert wird für sehr viel Geld. Im Vergleich aber zum Umsatz an den Börsen ist das ein Klacks. Einen schönen Beitrag über große Zahlen hat Stefan Oldenburg in seinem Blog geschrieben:

http://www.scilogs.de/kosmo/blog/clear-skies/grundsatzliches/2010-09-24/gro-e-zahlen-und-die-hre

Wenn man mit Emotionen an die Sache wie z.B. die Schuldenkrise mit ihren Milliarden an Verlusten oder der Hilfe für Griechenland rangeht, hat man schon gegen die großen Zahlen verloren. Dann ist eine objektive Einschätzung der Problematik nicht mehr möglich.

Aber nicht nur beim Geld gibt es diese großen Zahlen auch unser Universum bietet gigantische Ausmaße. Das Gleiche gilt auch für ganz kleine Zahlen. Wie groß ist eine Zelle, wie groß ein Molekül, ein Atom, ein Boson?

Damit ihr euch große und kleine Zahlen besser vorstellen könnt, gibt es eine wunderbare Darstellung von den ganz großen und ganz kleinen Dingen im Universum:

http://htwins.net/scale2/

Das erste mal hatte ich Ehrfurcht beim Betrachten dieser Größen. Deswegen habe ich es mir mehrmals angeschaut, denn wie gesagt: „Wer mit Gefühlen an große Zahlen rangeht, hat schon verloren.“

 

Eigene Meinung

 

 

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Über naturundwirtschaft

Religiöse Einstellung: Atheist; Politische Einstellung: Rechtsliberal; Philosophische Einstellung: Naturalist und Skeptiker; Beruf: Kampagnenmanager; Ausbildung: Wirtschaftsingenieur (M.Sc.) Interessen: Evolutionsbiologie, Sport, Empirische Wissenschaften (allgemein), ESports, Romane schreiben

Veröffentlicht am März 5, 2012 in Naturwissenschaft, Wirtschaft und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. CharlesErnestBarron

    Genau! Zahlen müssen ins richtige Verhältnis gerückt werden, dann ist der Schock auch gleich nur noch halb so groß.
    Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands betrug im Jahr 2011 ca. 2,5 Billionen Euro. Die aktuelle Griechenlandhilfe beträgt 130 Milliarden Euro.
    Das heißt, dass in dieser Beispielrechnung nach dieser Ausgabe (die übrigens zum großen Teil an deutsche Banken zurückfließt) immer noch 2,37 Billionen Euro übrig wären. So ins Verhältnis gesetzt klingt das Ganze doch schon um einiges weniger bedrohlich, finde ich.

    Manchmal kann aber auch die Verwendung wenig gängiger Einheiten zu Fehleinschätzungen führen:
    Wenn ich z. b. sage, dass mein Auto 100 m/s schnell wird, klingt das zunächst nicht so beeindruckend. Dabei könnte ich mit dem Wagen wohl locker Formel 1 Weltmeister werden. 😉

    Und YAY! Eine neue Version von „The Scale of the Universe“!
    Ich kannte schon lange Version 1 – aber diese Version ist nochmal um Klassen besser! :-))

  2. Hallo Jungs,

    aber klar dürfte doch wohl eines sein, diese Zahlen, unter denen sich der unbedarfte Otto-Normalverbraucher erst mal nicht sooooo viel vorstellen kann, werden doch immer sehr gerne benutzt, um diese Leute zu verunsichern und gezielt im unklaren über die wahren Dimensionen irgendwelcher Dinge zu lassen. Einerseits sind die dann „informiert“ aber andererseits wissen die allermeisten dann immer noch nicht worum es eigenlich geht.

    Und besonders gerne schmeissen Schwurbler mit Zahlen um sich von deren genauer Dimension sie selbst keinen Schimmer haben. Gefragt, woher diese Zahlen stammen, geben sie oft ein süffisantes “ Das ist doch bekannt….bewiesen…das weiß man schon lange (Schön!)“ zum Besten.

    Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Herren in der Straßenbahn. Er belehrte mich, Wasser enthielte Millionen von Informationen. Das sei aber schon seit 20 Jahren bekannt…gefragt, woher er das wisse sagte er, er habe DAS studiert! Aha sagte ich …was genau er denn studiert habe…er meinte Biochemie. Worauf ich ihn fragte, ob sein Professor ihn nur ausgelacht hätte oder ihn gleich rausgeschmissen. Ich sagte ihm auch ich wüsste auf welches „Studienergebnis“ er anspiele und das besagte „wissenschaftliche“ Studie eine pseudowischaftliche sei und nie unter realen Laborbedingungen repliziert werden konnte.

    Er hat mich angesehen, wie ein Auto und nur gemeint, ich könnte das ja nicht wissen, ich hätte ja wohl kaum Biochemie studiert und solche Dinge seinen nicht so einfach, wie der Laie meint. Worauf ich sagte, Nein ich habe nicht studiert, aber ich kann lesen.

    Er hat versucht mich zu verunsichern. Manche von denen glauben, wenn sie nur Zahlen benutzen, die kaum jemand so richtig einschätzen kann oder mit akdemischen Titeln um sich werfen, sind die Leute so eingeschüchtert und glauben alles. Es funktioniert zu oft. In jedem Bereich.

    • Hallo Moe,

      naja ganz vereinfacht hatte der Herr in der Straßenbahn ja recht. Aus Wasser kann man millionen von Informationen ziehen. Wo befindet sich zu welchem Zeitpunkt welches Molekül? Wie viel Wasserstoff ist gerade gelöst? Usw.! Aber solche „Informationen“ meinen diese Leute nicht, weswegen ich dir Recht gebe. Der Herr sprach da bestimmt vom „Wassergedächtnis“ bzw. davon, dass Wasser Informationen von anderen Molekülen aufnehmen kann und es dadurch die gleichen Eigenschaften bekommt. Für diese ….äähmm, nenne ich es mal Un-Erkenntnis darf man dem Immunologen Jacques Benveniste und seinem Fall vom Wissenschaftler zum Esoteriker danken. Ein schöner Artikel ist darüber bei Zeit-Online zu lesen:

      http://www.zeit.de/2003/49/N-Wasser_Ged_8achtnis/seite-1

      Grüße

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