Wissenschaftliches Spielen 1:


Ich habe mal ein paar Spiele bzw. Simulationsprogramme angeschaut bei denen man Prinzipien in der Natur nachvollziehen kann. Heute stelle ich euch eines davon vor:

Das erste Programm heißt GenePool. Es handelt sich dabei um ein Programm in dem evolutionäre Mechanismen eine Rolle spielen. Wenn man das Programm startet sieht man ein Bild mit grünen Punkten (Nahrung) und kleinen beweglichen Teilen (Swimbots). Je nach Einstellungen breitet sich die Nahrung langsamer oder schneller aus. Die Swimbots können diese Nahrung fressen und sich untereinander fortpflanzen. Dabei entstehen sowohl Kombinationen aus den verschiedenen Swimbot Eltern als auch durch simulierte Mutation neue phänotypische Ausprägungen, also ein verändertes Erscheinungsbild. Die Veränderungen beeinflussen nur das Aussehen und die Bewegung. Die Nahrung bleibt immer die Gleiche und auch andere Ausprägungen wie z.B. Waffen zum angreifen anderer Swimbots oder größere Münder sind nicht enthalten. Ihr könnt aber die sexuelle Ausrichtung (Parameter) eurer Swimbots einstellen, also ob sie z.B. auf Farben oder Größe ihrer Partner zum Fortpflanzen stehen.

Langfristig wird sich eine oder etwas selter auch mehrere Populationen bilden, die sich ihrer ökologischen Nische angepasst haben. So haben z.B. Individuen die sich schnell bewegen können einen Vorteil, wenn sich die Nahrung schnell regeneriert. Dies liegt daran, dass sie schneller Nahrung aufnehmen können und dadurch mehr Chancen haben länger zu überleben und sich fortzupflanzen. Wenn sich die Nahrung aber nur langsam regeneriert wird eine schnelle Population langfristig aussterben, da es keine Nahrung mehr gibt. Es sei denn sie migrieren in einen anderen Bereich des Pools in dem noch Nahrung existiert und verdrängen die dortige Population.

Wenn man die verschiedenen Parameter nicht verändert wird sich vermutlich ein Gleichgewicht zwischen Swimbots und der Nahrung einstellen und die Swimbots werden sich nicht mehr groß verändern, da sie ihre ökologische Nische voll ausgefüllt haben. Wenn man dann die Parameter stark verändert oder per Hand Mutationen (durch Drag and Drop) bevorzugt werden sich Veränderungen im Phänotyp wieder durchsetzen können. (so kann man z.B. Katastrophen simulieren).

Einfach mal selber ausprobieren:

http://www.swimbots.com/

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Über naturundwirtschaft

Religiöse Einstellung: Atheist; Politische Einstellung: Rechtsliberal; Philosophische Einstellung: Naturalist und Skeptiker; Beruf: Kampagnenmanager; Ausbildung: Wirtschaftsingenieur (M.Sc.) Interessen: Evolutionsbiologie, Sport, Empirische Wissenschaften (allgemein), ESports, Romane schreiben

Veröffentlicht am Januar 27, 2012 in Naturwissenschaft und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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